Was kostet Freifunken?

Wer beim Freifunken mitmachen will findet den einfachsten Einstieg mit mit dem Kauf eines fertig programmierten Freifunk-Routers um  20 € (TL-WR841D )- (Es tauchen mittlerweile die ersten wr841 v13 auf. Diese haben einen Mediatek Chipsatz anstatt Atheros und dieser kann kein AdHoc und AP gleichzeitig und ist damit aktuell nicht  Freifunk fähig) bzw. einen Outdoor-Router mit ca.  200 m Reichweite (Nano Loco M2) bzw. einen ganz modernen TL-WDR4300, (mit 2,4 & 5 Gb, 300 Mb/s) zu je ca. 65 € …. 90 € , einmalig!

Als laufende Kosten zahlt man den Strom (jährlich ca. 5 €) und funkt möglichst von der Fensterbank (da Isolierglas auch Funk isoliert möglichst im Freien) aus auf frequentierte oder anderweitig  mit Internet nicht erreichte Plätze, natürlich auch auf innere Wartebereiche usw. – stellt so einen „Knoten“ bereit. ….  Im Detail können zur optimalen Ausnutzung von Standorten zusätzliche Antennen, Kabel, & weitere Router und evtl Richtfunkstrecken über x km notwendig werden. Installationsleistungen werden von Freiwilligen erbracht ggf. vom Hauselektriker.

Wird der Provider geschädigt? Der tatsächliche Traffic/Datendurchsatz  ist in den kalkulatorischen Positionen eine der kleinsten  („14. Stelle der Kosten im Endkundengeschäft“). Provider verrechnen für die Durchleitung von 1 TB weniger als 8 ct! Mobilfunkbetreiber kassieren für ein GB (1/1.000stel Terabyte) 10 € …. Dem winzigen Aufwand für Traffic gegenüber steht der gesellschaftlich Nutzen – durch Ausnutzung vorhandener Leitungsstrukturen und durch Entwicklung von anderweitig profitablen Diensten im Rahmen des Megatrends Digitalisierung.

Um die von den Knoten eingesammelten Daten zur Abwehr der Störerhaftung  zu einem unserer Gateway-Rechner im Internet durchzuleiten entstehen Server-Gebühren und Traffic-Kosten.  Aktuell finanziert die Marktgemeinde Prien (ca.  jährlich 1.000 €  ein solches Gateway für unsere Hood „Inn-Salzach“ bzw. BGL – auch ich betreibe nun im dritten Jahr noch ein Gateway als privates Engagement (MS) – Wer sich über Perfomanceprobleme beschwert, möge sich bitte zunächst mal ebenso finanziell engagieren und bei der weiteren Skalierung der Serverbasis unseres  Freifunknetzes in unserer Region mithelfen: – Für Kommunen und letztlich uns Bürger stellt sich ein solches Engagement wesentlich günstiger und effizienter dar, als die Pflege von Platzhirschen – die teure Förderung des Breitbandausbaus lässt grüßen….. Wie viel Geld haben wir eigentlich schon alle dafür bezahlt, dass es überall ordentlich Breitband-Internet gibt? Beispiel USA! Auch: Was kostet das Bayern-WLAN?

Wir freuen uns also über Spenden oder Mitgliedschaft / Fördermitgliedschaft im Trägerverein F3Netze – mit 15  €/ Jahr – gerne mehr.

 

Wenn so viele zusammen wirken, steht der gemeinsame Profit aller Bürger im Vordergrund. Flächendeckender WLAN-Zugang für alle lässt sich jedenfalls mit „Freifunk“ mit wenig Aufwand und vor allem weniger Kosten und fruchtbarer (Bildung, Interne näher bringen) für alle realisieren als wenn ein ähnlicher Service von profitorientierten Providern mit proprietären Lösungen erbracht und anteilig umgelegt wird. Eine solche Umlage bzw. deren Abrechnung ist technisch (Ausländer) bzw. finanziell für viele Einwohner (größere Familien, Erwerbslose) und insb. ausländische Gäste auch gar nicht zu realisieren.

Mit der zunehmenden Verbreitung und Voraussetzung des Internet für verschiedene Serviceangebote (der Gemeinde, von Schulen, Bildungsanbietern, der Bank) überwiegt das gemeinschaftliche Interesse an der Gesamtfunktionalität des Internetzugangs und an einer  Beteiligung und Ermöglichung des Zugangs von möglichst Allen gegenüber einer profitablen Abrechnung  eines Internetzugangs für einige Privilegierte. Freifunk erhält woanders Landesförderung, es werden spezielle Projekte (z.B. LEADER) durchgeführt – viele Anwendungen sind denkbar, bei denen nicht die Idee Ausschenken von Internet wie Freibier im Vordergrund steht, sondern die Bürger Leistungen einbringen (Meldesystem App Märker usw.) bzw. gemeinschaftlich erstellen.