Kategoriearchive: Störerhaftung

freies WLAN überall schon – aber nicht an Schulen

In allen öffentlichen Gebäuden – bei Neubauten ohnehin – wird das freie WLAN bzw. Freifunk Standard.
Aber da gibt es iauf den Datenautobahnen im  Deutschland 4.0 doch viele Schlaglöcher – das klingt dann so:

Ziel ist, grundsätzlich alle zentralen Verwaltungsgebäude – innerhalb dieser Gebäude – mit W-Lan auszustatten“, sagte Fastenrath. In den Rathäusern am Theodor-Heuss-Platz und in Lüttringhausen sei das auch geschehen, ebenso in allen Kultureinrichtungen – mit Ausnahme des Teo Otto Theaters.

Aber beispielsweise gibt es auch in der Zentralbibliothek Ecke Scharffstraße W-Lan, im Senioren- und Sanierungs-Büro Markt 13 sowie auf dem Rathaus-Platz und im Wartebereich des Ämterhauses. Weil W-Lan bei allen Neubauten grundsätzlich als Standard vorgesehen ist, gibt es das auch bei der neuen Feuerwache in Lüttringhausen. Fastenrath: „In Vorbereitung sei laut Medienentwicklungsplan auch W-Lan vom Ämterhaus aus für den Friedrich-Ebert-Platz.“

Während die Flüchtlingsunterkünfte Allee- und Königstraße bereits ausgestattet sind, denke man zurzeit über die Feuerwehr und die Kindertagesstätte Bergisch Born nach – und sukzessive natürlich über die Schulen. Lars Fastenrath fügt aber hinzu, dass das an Schulen nur „in Übereinstimmung mit den pädagogischen Konzepten der jeweiligen Schule“ geschehen werde.

Das blockiert die WLAN-Versorgung vor allem auch dann, wenn es an den Schulen gar kein Konzept dazu gibt….

 

Sa. 1. 7. Freifunkstand in Freilassing – bunt und vielfältig für eine starke Demokratie

Für unsere Politiker steht der Megatrend Digitalisierung ja vor allem für Klotzen (in Worten) –
Breitband zur  Wirtschaftsförderung …..   Wie die Digitalisierung unsere Wirtschaft revolutioniert, das sind die starken Themen.

Wie Digitalisierung großflächig zum Tragen kommt, wird dabei dem Markte profitgeiler Unternehmen überlassen. Die Sprache ist vollgepropft mit Futur – grammatisch und in Begriffen (Evolution of Mobile Communication from 1(G) to 4G, 5G, 6G, 7G ) …die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Provider sich nicht vor allem an Kundenwünschen ausrichten, sondern weitgehend unabhängig von deren Interessen an Profiten., im Sinne: „Warten wir doch mal ab, welche Förderungen sich die Politik noch einfallen lässt, und dann….“

Beim Freifunk stellen Bürger und Geschäftsleute ihren Internetzugang für den Anschluss eines Freifunkrouters zur Verfügung. Sie ermöglichen so einen unkomplizierten Zugang per WLAN zum weltweiten Netz. Freifunk baut dazu ein unabhängiges Netz auf, Freifunkrouter in Funkreichweite tauschen automatisch Daten aus. Sie können Freifunkrouter beliebig gruppieren, wird ein Router so aufgestellt, dass er nur Funkkontakt zu einem anderen Freifunkrouter hat, gibt er das Signal weiter. Bekommt er selbst einen eigenen Internetanschluss, wird der Gesamtverkehr auf die vorhandenen Internetzugänge ausbalanciert. Im Freifunk werden auch keine Daten aufgezeichnet, die im Rahmen einer irgendwie gearteten Störerhaftung zur Rückverfolgung zum Inhaber eines Internetzugang und dessen eventuellen Sperre verwendet werden könnten. Man ist also auch unter Berücksichtigung gegenwärtiger Unwägbarkeiten in der Rechtssprechung durch technische Maßnahmen vor Abmahnungen bzw. Sperren abgesichert.

Freifunk trägt durch diese Kombination von freiwilligem Engagement ressourcenschonend, unter Ausnutzung vorhandener Infrastruktur (vor allem Verkabelung), zu einer großflächigen freien Zugänglichkeit von Internet bei. Das ist die wesentliche Voraussetzung für die allgemeine Nutzung aufkommender digitalisierter Dienste für und mit Bürgern.

Was denkt sich eigentlich eine Bank,  wenn sie erwartet, dass der Kunde Online-Dienste bezahlt, die eigentlich doch nicht nur wegen des Komforts für die Kunden, sondern v.a. wegen Personal- und Kosteneinsparungen eingeführt wurden. Mein Vater hat seine Lohnzahlungen per Lohntüte bekommen, dann wurde ihm ein kostenloses Bankkonto versprochen, das wäre doch so viel einfacher ….

Wie viele andere Stellen, Gemeinden, Arztpraxen versuchen kostspieligen Kontakt mit Personal auf interaktive Online-Systeme vorzuverlagern.  Dafür soll dann der Kunde noch extra bezahlen?

Wie gesagt, Freifunk bietet hier eine praktikable Lösung, Internet unkompliziert, risikofrei bereitzustellen –
Freifunk ist die wirtschaftlichste Lösung und hat auch noch ein volksbildnerisches Potenzial!

 

Dieser Infostand in Freilassing bietet die Möglichkeit, sich über Freifunk und die konkrete Technik zu informieren –
(Achtung: bei Regen WERK 71)

 

  

und wo noch in Freilassing? Hier

Störerhaftung (wieder mal) abgeschafft?

Vorweg:
Teilen Sie Ihr Internet via Freifunk-Router sind Sie auf der sicheren Seite!
Am Rande:
Wenn Deutschland als vermutlich einziges Land der Welt das braucht, sollten die Betroffenen sich mal fragen, warum die anderen Länder nicht im Chaos versinken. Das Denkvermögen der deutschen Staatsanwälte, Politiker und Juristen erscheint ziemlich beschränkt , wenn es um Neuland geht.  Auch da sollten sie sich mal fragen, wieso die anderen da besser sind.
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Nutzung Freifunk im Freifunk Franken in der Hood BGL (Inn-Salzach) heute 8:20 Uhr:
 – auf 79 Router kommen 295 User
Freilassing Bahnsteig – 80 „Schüler“
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Während also die Mainstreampresse regierungskonform jubelt ( z.B. http://www.zeit.de/digital/internet/2017-06/telemediengesetz-stoererhaftung-grosse-koalition-wlan-internet ) erfahren wir bei Heise Genaueres:

Grundsätzlich etwas ‚Stimmungsmache‘ vorweg: Was soll bei unseren beratungsresistenten Politiker mit einer Anhörung herauskommen? Die verstehen eh nur Bahnhof und sind hinterher so verwirrt, dass sie einfach irgendwas beschließen, nur damit die Sache vom Tisch ist. –  „Da argumentiert ein Herr Drücke (sehr passender Name für seine Funktion) einen Leerlauf der Rechtsdurchsetzung. Dem Herrn ist noch nicht aufgefallen, dass Filesharing über Torrent und Co. sowieso nur noch einen geringen Bruchteil im deutschen Netz ausmacht. Und dem Herrn Staatsanwalt scheint entgangen zu sein, dass die VDS vor Gericht grade als Europarechtswidrig eingestuft wurde, und möchte am liebsten jeden Wlan-Betreiber dazu verpflichten. Muss man für so einen Stuss eigentlich auf eine extra Schule, bei der einem der gesunde Menschenverstand ausgetrieben und durch Bullshit ersetzt wird? Oder ist das natürliche geistige Inkontinenz?“ blckguard

„Absolute Verbesserung“  (?)

„Als „absolute Verbesserung gegenüber der aktuellen Rechtslage“ begrüßte nur Stephan Tromp vom Handelsverband Deutschland (HDE) den Entwurf. Dieser nehme Bezug auf ein EuGH-Urteil und werde so „für die verstärkte Ausbreitung von WLAN sorgen“. Kein Händler müsse mehr fürchten, dass er einen ganzen Hotspot zumachen müsse. Im Gegenzug eventuell die ein oder andere Adresse sperren zu müssen, sei „das geringere Übel“. Besser wäre es aber, diesen Anspruch zu streichen. Ferner werde das Kostenrisiko bei möglichen Streits über Rechtsverletzungen minimiert, was ganz wichtig sei für einen privaten Betreiber.

Noch steht in den Sternen, ob sich die große Koalition in dieser letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause und den Wahlen auf einen Kompromiss einigen kann. Die SPD-Bundestagsfraktion warf der CDU/CSU jüngst vor, die Initiative torpedieren zu wollen. Schon am Dienstag müssten die schwarz-roten Änderungsanträge stehen, damit die Initiative Ende der Woche noch im Plenum beschlossen werden könnte.“  unten

Warum WLAN-Server (???) anders behandelt werden als Festnetzansschlüsse und wie genau diese Unterschied in Zukunft in der Rechtsprechung relevant werden, steht in den Sternen.  Also, siehe mein Anfang!