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Wien: Kein Ausbau mehr für Gratis-WLAN

Nach 400 WLAN-Routern geht in Wien das Geld aus.

Über 400 öffentliche WLAN-Standorte gibt es in Wien, etwa an touristisch interessanten Punkten und überall, wo große Veranstaltungen stattfinden. Heuer sind noch fünf dazugekommen. Ein weiterer Ausbau ist aus Kostengründen nicht geplant.
Die WLAN-Standorte werden i.d.R. an Lichtanlagen und Ampeln montiert. So können die Datenleitungen der Anlagen mitbenutzt werden. Das macht den Betrieb der Zugangspunkte quasi kostenlos. Die Errichtung eines WLAN-Standortes wird meist im Zuge von Modernisierungsarbeiten durchgeführt. Das beläuft sich pro Standort auf etwa 2.500 bis 5.000 Euro. (ich habe in ca. drei Jahren  in unserer Region gerade mal ca. 100 Freifunkrouter ehrenamtlich eingerichtet …)
Die Errichtungskosten sind jedenfalls auch der Grund, warum kein weiterer großer Ausbau geplant ist. Magistrate und Bezirke können sich aber mit Wünschen für einzelne neue WLAN-Standorte an die MA 33 wenden.

Wer hier bei uns seine Umgebung mit Freifunk versorgen will (Magistrate und Bezirke, Pensionsinhaber, Nachbarn von frequentierten Plätzen, Bahnhöfen) können sich aber mit Wünschen für einzelne neue WLAN-Standorte an mich wenden, dafür genügen allerdings ca. 20-100 € (je nach gewünschter Abdeckung) einmalig. Wir freuen uns aber auch über eine Fördermitgliedschaft schon ab 20 €/a – was zur Finanzierung weiterer Gateway-Server und somit Beschleunigung des Durchsatzes im berühmten Nadelöhr  beiträgt. Tempo ist also keine technische Frage, sondern mehr der Anzahl der Fördermitgliedschaften.

freies WLAN überall schon – aber nicht an Schulen

In allen öffentlichen Gebäuden – bei Neubauten ohnehin – wird das freie WLAN bzw. Freifunk Standard.
Aber da gibt es iauf den Datenautobahnen im  Deutschland 4.0 doch viele Schlaglöcher – das klingt dann so:

Ziel ist, grundsätzlich alle zentralen Verwaltungsgebäude – innerhalb dieser Gebäude – mit W-Lan auszustatten“, sagte Fastenrath. In den Rathäusern am Theodor-Heuss-Platz und in Lüttringhausen sei das auch geschehen, ebenso in allen Kultureinrichtungen – mit Ausnahme des Teo Otto Theaters.

Aber beispielsweise gibt es auch in der Zentralbibliothek Ecke Scharffstraße W-Lan, im Senioren- und Sanierungs-Büro Markt 13 sowie auf dem Rathaus-Platz und im Wartebereich des Ämterhauses. Weil W-Lan bei allen Neubauten grundsätzlich als Standard vorgesehen ist, gibt es das auch bei der neuen Feuerwache in Lüttringhausen. Fastenrath: „In Vorbereitung sei laut Medienentwicklungsplan auch W-Lan vom Ämterhaus aus für den Friedrich-Ebert-Platz.“

Während die Flüchtlingsunterkünfte Allee- und Königstraße bereits ausgestattet sind, denke man zurzeit über die Feuerwehr und die Kindertagesstätte Bergisch Born nach – und sukzessive natürlich über die Schulen. Lars Fastenrath fügt aber hinzu, dass das an Schulen nur „in Übereinstimmung mit den pädagogischen Konzepten der jeweiligen Schule“ geschehen werde.

Das blockiert die WLAN-Versorgung vor allem auch dann, wenn es an den Schulen gar kein Konzept dazu gibt….

 

Während die Politiker reden ….

und reden und reden
helfen Freifunker etwas zu ändern:

z.B. äußerlich das

  
Strukturell ändert Freifunk aussichtsreich auch das:

  

Aus Sicht der Politiker hat das eine mit dem anderer jedenfalls nichts miteinander zu tun.

Die machen ja nun seit Jahren Datenautobahnen, Breitband?
Zu welchem Preis eigentlich??? – bisher 2.000 $ / Person in USA
Oh – so viel – wer rechnet das eigentlich mal für Deutschland zusammen?

  

….
 na endlich!  

Mit Freifunk wäre das nicht passiert …

In einem Spiegel-Artikel wird berichtet, wozu sich manche verpflichten, die einfach die AGBs vor einem freien Zugang zum Internet anklicken: Da haben viele nicht aufgepasst: 22.000 Kunden eines WLAN-Anbieters haben sich damit einverstanden erklärt, Festival-Toiletten zu schrubben. Sie übersahen das Kleingedruckte in den AGB.

So verpflichtete sich jeder Nutzer dazu, als Gegenleistung für das kostenlose WLAN insgesamt 1000 Stunden Gemeinschaftsdienst abzuleisten. 1000 Stunden – ausgehend von acht Stunden pro Tag und fünf Tagen pro Woche wäre das ein gutes halbes Jahr, sofern man zwischendurch nicht Urlaub nimmt.

Allerdings haben die Freifunknetzwerke eine kleine Minisatzung, das Pico Peering Agreement, worin die rudimentären Grundsätze der Freifunk-Bewegung beschrieben sind.

picopeer

Feinstaubmessen

Alle reden von Luftqualität, Feinstaub, Stickoxid –
gemessen wird jedenfalls nicht so viel – jedenfalls transparent – öffentlich:

 die Messtellen sind noch nicht so zahlreich gesäht….

Sie können die aktuellen Werte einer Station hier verfolgen: https://opensensemap.org/explore/59347852ad0fa30011eb502f

Landkarte:   https://opensensemap.org/

Sa. 1. 7. Freifunkstand in Freilassing – bunt und vielfältig für eine starke Demokratie

Für unsere Politiker steht der Megatrend Digitalisierung ja vor allem für Klotzen (in Worten) –
Breitband zur  Wirtschaftsförderung …..   Wie die Digitalisierung unsere Wirtschaft revolutioniert, das sind die starken Themen.

Wie Digitalisierung großflächig zum Tragen kommt, wird dabei dem Markte profitgeiler Unternehmen überlassen. Die Sprache ist vollgepropft mit Futur – grammatisch und in Begriffen (Evolution of Mobile Communication from 1(G) to 4G, 5G, 6G, 7G ) …die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Provider sich nicht vor allem an Kundenwünschen ausrichten, sondern weitgehend unabhängig von deren Interessen an Profiten., im Sinne: „Warten wir doch mal ab, welche Förderungen sich die Politik noch einfallen lässt, und dann….“

Beim Freifunk stellen Bürger und Geschäftsleute ihren Internetzugang für den Anschluss eines Freifunkrouters zur Verfügung. Sie ermöglichen so einen unkomplizierten Zugang per WLAN zum weltweiten Netz. Freifunk baut dazu ein unabhängiges Netz auf, Freifunkrouter in Funkreichweite tauschen automatisch Daten aus. Sie können Freifunkrouter beliebig gruppieren, wird ein Router so aufgestellt, dass er nur Funkkontakt zu einem anderen Freifunkrouter hat, gibt er das Signal weiter. Bekommt er selbst einen eigenen Internetanschluss, wird der Gesamtverkehr auf die vorhandenen Internetzugänge ausbalanciert. Im Freifunk werden auch keine Daten aufgezeichnet, die im Rahmen einer irgendwie gearteten Störerhaftung zur Rückverfolgung zum Inhaber eines Internetzugang und dessen eventuellen Sperre verwendet werden könnten. Man ist also auch unter Berücksichtigung gegenwärtiger Unwägbarkeiten in der Rechtssprechung durch technische Maßnahmen vor Abmahnungen bzw. Sperren abgesichert.

Freifunk trägt durch diese Kombination von freiwilligem Engagement ressourcenschonend, unter Ausnutzung vorhandener Infrastruktur (vor allem Verkabelung), zu einer großflächigen freien Zugänglichkeit von Internet bei. Das ist die wesentliche Voraussetzung für die allgemeine Nutzung aufkommender digitalisierter Dienste für und mit Bürgern.

Was denkt sich eigentlich eine Bank,  wenn sie erwartet, dass der Kunde Online-Dienste bezahlt, die eigentlich doch nicht nur wegen des Komforts für die Kunden, sondern v.a. wegen Personal- und Kosteneinsparungen eingeführt wurden. Mein Vater hat seine Lohnzahlungen per Lohntüte bekommen, dann wurde ihm ein kostenloses Bankkonto versprochen, das wäre doch so viel einfacher ….

Wie viele andere Stellen, Gemeinden, Arztpraxen versuchen kostspieligen Kontakt mit Personal auf interaktive Online-Systeme vorzuverlagern.  Dafür soll dann der Kunde noch extra bezahlen?

Wie gesagt, Freifunk bietet hier eine praktikable Lösung, Internet unkompliziert, risikofrei bereitzustellen –
Freifunk ist die wirtschaftlichste Lösung und hat auch noch ein volksbildnerisches Potenzial!

 

Dieser Infostand in Freilassing bietet die Möglichkeit, sich über Freifunk und die konkrete Technik zu informieren –
(Achtung: bei Regen WERK 71)

 

  

und wo noch in Freilassing? Hier

Störerhaftung (wieder mal) abgeschafft?

Vorweg:
Teilen Sie Ihr Internet via Freifunk-Router sind Sie auf der sicheren Seite!
Am Rande:
Wenn Deutschland als vermutlich einziges Land der Welt das braucht, sollten die Betroffenen sich mal fragen, warum die anderen Länder nicht im Chaos versinken. Das Denkvermögen der deutschen Staatsanwälte, Politiker und Juristen erscheint ziemlich beschränkt , wenn es um Neuland geht.  Auch da sollten sie sich mal fragen, wieso die anderen da besser sind.
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Nutzung Freifunk im Freifunk Franken in der Hood BGL (Inn-Salzach) heute 8:20 Uhr:
 – auf 79 Router kommen 295 User
Freilassing Bahnsteig – 80 „Schüler“
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Während also die Mainstreampresse regierungskonform jubelt ( z.B. http://www.zeit.de/digital/internet/2017-06/telemediengesetz-stoererhaftung-grosse-koalition-wlan-internet ) erfahren wir bei Heise Genaueres:

Grundsätzlich etwas ‚Stimmungsmache‘ vorweg: Was soll bei unseren beratungsresistenten Politiker mit einer Anhörung herauskommen? Die verstehen eh nur Bahnhof und sind hinterher so verwirrt, dass sie einfach irgendwas beschließen, nur damit die Sache vom Tisch ist. –  „Da argumentiert ein Herr Drücke (sehr passender Name für seine Funktion) einen Leerlauf der Rechtsdurchsetzung. Dem Herrn ist noch nicht aufgefallen, dass Filesharing über Torrent und Co. sowieso nur noch einen geringen Bruchteil im deutschen Netz ausmacht. Und dem Herrn Staatsanwalt scheint entgangen zu sein, dass die VDS vor Gericht grade als Europarechtswidrig eingestuft wurde, und möchte am liebsten jeden Wlan-Betreiber dazu verpflichten. Muss man für so einen Stuss eigentlich auf eine extra Schule, bei der einem der gesunde Menschenverstand ausgetrieben und durch Bullshit ersetzt wird? Oder ist das natürliche geistige Inkontinenz?“ blckguard

„Absolute Verbesserung“  (?)

„Als „absolute Verbesserung gegenüber der aktuellen Rechtslage“ begrüßte nur Stephan Tromp vom Handelsverband Deutschland (HDE) den Entwurf. Dieser nehme Bezug auf ein EuGH-Urteil und werde so „für die verstärkte Ausbreitung von WLAN sorgen“. Kein Händler müsse mehr fürchten, dass er einen ganzen Hotspot zumachen müsse. Im Gegenzug eventuell die ein oder andere Adresse sperren zu müssen, sei „das geringere Übel“. Besser wäre es aber, diesen Anspruch zu streichen. Ferner werde das Kostenrisiko bei möglichen Streits über Rechtsverletzungen minimiert, was ganz wichtig sei für einen privaten Betreiber.

Noch steht in den Sternen, ob sich die große Koalition in dieser letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause und den Wahlen auf einen Kompromiss einigen kann. Die SPD-Bundestagsfraktion warf der CDU/CSU jüngst vor, die Initiative torpedieren zu wollen. Schon am Dienstag müssten die schwarz-roten Änderungsanträge stehen, damit die Initiative Ende der Woche noch im Plenum beschlossen werden könnte.“  unten

Warum WLAN-Server (???) anders behandelt werden als Festnetzansschlüsse und wie genau diese Unterschied in Zukunft in der Rechtsprechung relevant werden, steht in den Sternen.  Also, siehe mein Anfang!

 

Freifunk und Making

Ich finde es spannend, wie aktuell unter der Überschrift „Making“ mehr und mehr eine Integration verschiedener Technologien auf Internetbasis erfolgt – Freifunken dabei zunehmend eine Rolle als die zielführende Technologie für großräumige Vernetzungen und unkomplizierte Erreichbarkeit des Internet realisiert – statt sich auf quasi Freibier für alle zu beschränken.

Ich verfolge natürlich die Entwicklung von LTE, 5G … und deren Möglichkeiten,  aber betreibe nun halt auch seit 4 Jahren Freifunk und stelle damit was auf die Beine, was in proprietär benutzten Systemen zwar diskutiert, aber halt nicht erreicht wurde:  Zugänge für „alle“ und an allen frequentierten Plätzen.

Maker Faire Berlin 2017 – Die erste für uns